
Gesichert ist der Ursprung der Tarot - Karten nicht. Sie wurden im späten 14. Jahrhundert in Italien, Deutschland und Frankreich eingeführt. Vorher waren wahrscheinlich die großen und kleinen Arkanen getrennte Kartenspiele. Es gibt verschiedene Legenden über die Herkunft der Tarot Karten. Die einen legen ihre Entstehung nach Ägypten und sehen die Darstellungen der großen Arkanen als Initiationsweg der Adepten, die der damaligen Hiroglyphenschrift nicht mächtig waren. Auch sehen die Verteidiger dieser These den Namen des ägyptischen Gottes Toth in Zusammenhang mit dem Namen Tarot.
Andere denken, daß dieses Spiel aus Indien stammt, da die vierarmige Gottheit Ardhanari gelegentlich ein Zepter, einen Kelch, einen Ring und ein Schwert in den Händen haltend dargestellt wird. Wir erkennen darin die vier Serienzeichen der kleinen Arkanen wieder. Nicht zu Übersehen ist auch die exakte Übereinstimmung der Einteilung der Karten mit dem Baum des Lebens in der jüdischen Kabbala. Wiederum könnte der Name Tarot eine Ableitung des Wortes Torah sein, dem hebräischen Wort für Gesetz. Und zuletzt ist auch noch die christliche Symbolik der großen Arkanen zu erwähnen, die bei Bildern wie: Tod, Teufel, Engel, jüngstes Gericht, Turm (Turmbau zu Babel), besonders ins Auge fällt. Jedenfalls haben nach dem Mittelalter die Zigeuner stark zur Verbreitung der Karten in ganz Europa beigetragen. Sie waren es wohl auch, welche die Tarot - Karten bevorzugt zur Vorhersage der Zukunft verwendeten. Der Name Tarot stammt wohl aus dem Französischen. In Italien werden die Karten heute noch Tarocchi genannt. Man kann also die Karten keiner bestimmten Tradition oder Glaubensrichtung zuordnen; zu auffällig sind die Übereinstimmungen mit den wichtigsten westl. und einigen östl. Religionen, man kann somit folglich auch ihren Ursprung nicht bestimmen, aber vielleicht waren Sie ja auch schon immer da?
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Umgang mit den Karten
Es ist natürlich auch eine Frage des persönlichen Geschmacks, aber wenn man die Karten generell zur Vorhersage, oder als Spiegel der Seele befragen möchte, sollte man sie mit Achtung und Respekt behandeln. Das heißt zum Beispiel, das man sie nicht jedem zeigt, und das sie nicht jeder anfassen soll. Eigentlich sollen nur der Fragende, und man selbst sie anfassen. Man selber so oft wie möglich, jemand anderes nur zum Zwecke der Fragestellung. Die Karten sollten zum Schutz vor äußeren Einflüssen in ein Tuch aus Naturfaser eingewickelt sein, z.B.: Seide, Baumwolle oder Leinen. Dabei kann man sich ruhig von den eigenen Vorlieben leiten lassen. Die meisten Menschen bevorzugen allerdings Seide. Vielleicht, weil Sie sich so gut anfühlt, oder weil der Stoff so edel, etwas Besonderes ist. Die Farbe ist wiederum reine Geschmacksache. Beliebte Farben sind Purpur, Weiß oder Rot. Dann sollte man das in Tuch eingeschlagene Kartenpäckchen in einem Behältnis unterbringen, also z. B. ein Holzkästchen oder eine Baumwolltasche. Dieses Behältnis sollte in der Wohnung in Richtung Osten stehen, da im Osten die Sonne aufgeht, und von dort die Erkenntnis kommt.
Es gibt bestimmt weltweit hunderte von verschiedenen Darstellungen des Tarot-Spiels. Da gibt es den ägyptischen - Tarot, den Zigeuner - Tarot, den Hexen - Tarot, den astrologischen Tarot usw. Ich möchte hier nur auf drei besonders bekannte Varianten eingehen. Da wäre zunächst mal das Marseiller - Tarot (Tarot de Marseille) aus der Jahrhundertwende. Diese Darstellung der Karten ist sehr traditionell, und hält sich mehr oder weniger an die Darstellungen des Tarot - Spiels aus dem 18. Jahrhundert. Allerdings wurden durch päpstliche Anordnung 1725 die Karten "Hohepriesterin" und "Hierophant" durch Juno und Jupiter ersetzt. Ansonsten hat dieser Tarot die üblichen Serienzeichen Kelch, Stab, Schwert, und Münze, und die Trümpfe sind in ihrer Darstellung ganz an frühere Karten angelehnt.
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Als nächstes wäre das Rider-Waite Tarot zu erwähnen, das wohl heutzutage am häufigsten benutzt wird. Es zeichnet sich dadurch aus, daß auch die Zahlkarten Darstellungen zeigen, gemäß ihrer Bedeutung. Das Tarot-Deck Rider & Waite ist bemüht, die Bedeutung aller Karten symbolisch aufzuzeigen. So ist zum Beispiel die Zehn der Kelche dargestellt durch eine weite, wunderschöne Landschaft, mit zehn vor Reichtümern überlaufenden Kelchen. Die Bedeutung ist dann auch:
Reichtum, Überfluß. Dieses Tarot - Deck ist sehr beliebt, weil man auch ohne groß zu studieren, schon intuitiv die Bedeutung der Bilder erfassen kann. Dieses Deck verwende ich in meinen Kursen zu Lehrzwecken.
Zuletzt möchte ich noch ein künstlerisch sehr schönes Deck erwähnen; das von Aleister Crowley. Es wurde in mühevoller Kleinarbeit über 5 Jahre hinweg nach Crowley´s Anweisungen von Lady Frieda Harris gezeichnet. Crowley war Magier, und hat die magischen Symbole der jeweiligen Karten betont, Lady Harris hatte zwar von der Bedeutung der Karten keine Ahnung, aber ohne ihre künstlerische Intuition wären diese Karten nie zu so wunderschönen Kunstwerken geworden.
Das besondere am Crowley - Tarot ist, daß er die Karte " der Magier" gleich drei mal hat zeichnen lassen, und da er sich später nicht entscheiden konnte, welche die Treffendste war, wurden sie alle drei gedruckt.
-----------------------------------------------------------------------------------------------Meine persönliche Geschichte mit dem Tarot fing an, als ich mit 17 Jahren durch einen Buchladen schlenderte, und das Marseiller Tarot sah. Ich kaufte mir das Deck ohne groß darüber nachzudenken. Zu Hause begann ich, die einzelnen Karten auswendig zu lernen. Ein wenig wie Vokabellernen war das. Als ich alle Bedeutungen kannte, fing ich an, für Freundinnen zu legen, und siehe da; es funktionierte. Über einige Jahre legte ich so für Freunde und weniger auch für die Familie. Dann wanderten mein Mann und ich nach Lanzarote aus, und dort bekam ich meinen ersten Kontakt zu Menschen, die auch die eine oder andere Art von Magie und Spiritualität lebten. Eine Astrologin, und eine Frau, die mit den Engeln kommunizierte. Zur gleichen Zeit etwa begann ich auf dem dortigen Wochenmarkt Sonntags Karten für Geld zu legen. Bald sprach sich das herum, und es kamen immer mehr Menschen. Auf dem Wochenmarkt wurde es mir zu eng, und es war auch zu öffentlich. Was mir damals viel Unterstützung gab, waren die vereinzelten Gespräche mit diesen beiden Damen. Auch über die Qualität der Methoden. So ist z.B. die Astrologie in der Zeit viel genauer als die Karten oder auch Engeldurchsagen. Die Dame, die mit den Engeln kommunizierte, bekam z.B. eher Bilder durch, sie hatte Visionen. Ein bisschen so wie Fernsehen ohne Ton beschrieb sie es. Das war natürlich für spirituelle Botschaften sehr schön. Meinen Tarot sah ich dagegen eher "Down to earth", also sehr im hier und jetzt. Und so lege ich auch heute noch, sehr realistisch. Wobei es andere Kollegen anders halten, und das genau so stimmig ist. Mein Mann und ich siedelten dann nach Teneriffa über, wo wir auch heute noch wohnen. Mein Spanisch wurde in dieser ganzen Zeit natürlich auch langsam besser, und hier begann ich auch für Spanier Tarot zu legen. Da hier ein großes Interesse am Thema besteht, biete ich mittlerweile auch Tarot-Kurse an. Die aktuellen Daten entnehmen Sie bitte dem Punkt "Kuren und Kurse".
Im nachfolgenden Teil finden Sie eine kurze Beschreibung der einzelnen Karten des Tarot. Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Teil zu meiner "Heilpraktiker-Seite" hinzufüge, aber da es in meinem realen Leben sehr gut zusammen geht, habe ich mich auch im virtuellen Bereich dazu entschieden. Alle Kurse und Vorträge finden im Zentrum "Soluciones" statt.


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