Große Arkanen I
"Arkanum" ist lateinisch und bedeutet "Geheimnis". Wir haben es hier also mit "großen Geheimnissen" zu tun. Es werden damit die 22 Trümpfe des Tarot bezeichnet. Wie schon erwähnt, wird angenommen, daß sie ehemals von den anderen Karten getrennt als Spiel existierten. Als Symbole ergeben sie, der Numerierung entlang gelesen, u.a. die persönlichen geistig-seelischen Entwicklungsstadien eines Menschen.

Karte “0”, der Narr, symbolisiert das göttliche Chaos, den Ursprung, in dem alles, wenn auch noch ungeordnet, enthalten ist. Der Narr symbolisiert auch das Kind, da, obwohl noch ungeformt, in ihm doch schon alle Anlagen und Möglichkeiten für ein zukünftiges Leben enthalten sind.
Als nächstes folgt der Magier mit der Nummer 1. Er symbolisiert den männlichen Aspekt des Menschen, den aktiven Teil, die Intelligenz, den Verstand.
Die Päpstin mit der Nummer 2 ist der weibliche Anteil eines jeden Menschen, das Passive, die Gefühle, seine Kreativität und Intuition.
Hat der Mensch nun beide Seiten in sich vereinigt, muß er sich mit Karte 3, der Herrscherin, und Karte 4, dem Herrscher, auseinandersetzen. Sie symbolisieren Mutter und Vater.
Ist die Auseinandersetzung erfolgreich, kommt er zu Nummer 5, dem Hierophanten. Er personifiziert die archetypische Kraft der Religion, er bedeutet aber auch Glück, Lebensfreude und Weisheit.
Der Mensch muß sich nun entscheiden (Nummer 6; die Liebenden) ob er an der Stelle bleiben will, wo er sich befindet,
oder ob er sich Fortbewegen will, auf die große Reise gehen (Nummer 7; der Wagen) will.

Trifft er die Wahl zur Ortsveränderung, muß sich der Mensch den jeweiligen Gesetzen auf seiner Reise anpassen (Nummer 8; die Gerechtigkeit).

Er wird zum Suchenden (Nummer 9, der Eremit)

Damit ist der Grundstein für das Abenteuer Leben gelegt, und der erste Zyklus abgeschlossen (Nummer 10; Rad des Schicksals). Denn es ist vom Schicksal abhängig, wo es den Suchenden nun hinverschlägt.
2 Kommentare:
ah, die klassische "reise des helden" - ich wünschte, ich würde irgendwann mal vorwärtskommen :)
Nicht wünschen, MACHEN ;-)
Grüßle
Bruji
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